Neue minimal invasive Operation HSC

Was ist Submuköse Ligatur, oder HSC (Hemorrhoid Submucose Clossure)?

Die Operationsmethode Submuköse Ligatur, oder Hämorrhoiden-Verschluss unter der Schleimhaut, wurde von uns 2004 entwickelt und bei über 500 Patienten erfolgreich angewandt. Im Unterschied zu den bekannten Verfahren wird der Faden nicht auf die ganze Hämorrhoide gelegt, sondern unter der Schleimhaut geführt, so dass nur das venöse Gefäß verschlossen wird (Abb. 2). Die abdeckende Schleimhaut wird von der Blutversorgung nicht abgetrennt, da sie außerhalb der Fadenschlinge bleibt (Abb. 3). Ein kleiner Teil der Schleimhaut wird dann entfernt und der Rest zum mehrreihigen Verschluss der kleinen Wunde verwendet. An der Stelle verbleiben also keine offenen Wunden. Der dünne Faden löst sich in wenigen Wochen vollständig auf.

Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3

Welche Vorteile hat HSC?

  • Die Methode funktioniert auch bei sehr großen Hämorrhoiden.
  • Im Rahmen einer Operation können bis zu 8 hämorrhoidale Knoten beseitigt werden.
  • Nach der Operation, auch beim ersten Stuhlgang, entstehen keine oder nur geringe Schmerzen - da keine offenen Wunden.
  • Patienten können sich in wenigen Stunden nach der Behandlung normal bewegen.
  • Schwere Komplikationen wie Nachblutung, Harnverhalt oder Schließmuskelverletzung kommen nicht vor.
  • Eine Nachbehandlung ist nicht erforderlich.
  • Der Eingriff ist mit einer kurzen Arbeitsunfähigkeit verbunden.
  • Die Rückfallquote liegt unter 3 Prozent.

Bilder aus dem OP-Raum (für größere Ansicht bitte anklicken):

vorher   nachher vorher   nachher vorher   nachher

Auf allen Bildern sieht man die vollständige Beseitigung des Vorfalls.
Eine deutliche Straffung der Haut um den Darmausgang erfolgt allein durch die Nähte an Hämorrhoiden, an der Haut wird nicht operiert.
Bild 3: Submuköse Ligatur wird auch beim Entfernen von großen Polypen angewandt - mit den gleichen Vorteilen wie bei Hämorrhoiden.

Wann müssen Hämorrhoiden operiert werden?

Hämorrhoiden, die vorfallen und sich nicht mehr oder zu langsam in den Darm zurückziehen, bringen eine wesentliche Beeinträchtigung der Lebensqualität und erfordern eine Operation. Auch blutende Hämorrhoiden müssen - unabhängig vom Vorfall - so früh wie nur möglich operiert werden.

Wann müssen Marisken / Hautfalten um den Darmausgang entfernt werden?

Kleine Falten verursachen keine Beschwerden, sie dürfen also bleiben. Größere Marisken bringen eine hygienische Problematik mit Auswirkung auf die Lebensqualität, hier ist eine chirurgische Behandlung indiziert.

vorher   nachher

Die von uns entwickelte Operationstechnik erlaubt es, alle Wunden nach der Mariskenentfernung primär zu verschlissen. Die vollständige Heilung erfolgt in einer Woche, eine spezielle Wundpflege (wie z. B. Sitzbäder) ist nicht nötig. Die Fäden lösen sich auf, ohne dass die Patienten das merken.

Wie lange dauert der Klinikaufenthalt?

Die Entlassung aus der Klinik erfolgt üblicherweise zwei Tage nach der Operation. Patienten, die nicht aus Berlin kommen, können am Entlassungstag völlig unproblematisch mit jedem Verkehrsmittel nach Hause zurückkehren.

Bleiben die Patienten auch nach der Operation im Kontakt mit dem Chirurgen?

Alle Patienten melden sich noch am Entlassungstag, sobald sie wieder zu Hause sind, dann in ca. dreitägigen Abschnitten - bis zur endgültigen Genesung. Der Verlauf wird also vom Chirurgen ständig kontrolliert.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Von den privaten Kassen werden normalerweise sämtliche Behandlungskosten übernommen.

Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Krankenhauskosten von ca. 1200 Euro.
Die ärztlichen Honorare von ca. 800 Euro - für Operation und Narkose - müssen vom Patienten privat getragen werden (das liegt nicht an der OP-Methode, sondern daran, dass der Chirurg kein Kassenarzt ist). Durch die erwähnte Nachsorge entstehen hier keine weiteren Kosten.