Minimal invasive Enddarm-Chirurgie 

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Leonid Sverdlov, Arzt fr Chirurgie
Leonid Sverdlov
Arzt fr Chirurgie

Schmerzfreie Operation rektovaginaler Fisteln

Was ist und wie entsteht eine rektovaginale Fistel?

Eine Rektovaginale Fistel, eine pathologische Verbindung zwischen der Scheide und dem Enddarm, entsteht durch eine Traumatisierung der dnnen Wnde beider Organe, z. B. bei einer schweren Geburt oder einem chirurgischen Eingriff oder als Komplikation einer Analfistel / eines Abszesses. Auch Darmerkrankungen wie Morbus Crohn knnen zur Bildung einer rektovaginalen Fistel fhren. Ist eine Fistel entstanden, kommt der stark infizierte Darminhalt in die Scheide, das fhrt zur Entzndung der vaginalen Schleimhaut und der Haut im Intimbereich. Durch die Entzndung und die Geruchsbildung kommt es zu starken Einschrnkungen im privaten und sozialen Leben.

Wie wird die Diagnose einer rektovaginalen Fistel gestellt?

Bereits die Entdeckung von Stuhlspuren in der Vagina stellt ein sicheres Zeichen einer rektovaginalen Fistel dar. Im Rahmen der rztlichen Untersuchung knnen die Fistelffnungen getastet und endoskopisch inspiziert werden. Bei kleineren Fisteln wird die Diagnose durch eine Instillation von Farbstoff besttigt. Die Untersuchungen sind vllig schmerzfrei.

Warum lassen sich rektovaginale Fisteln schwer behandeln?

Die ganze Region um die Fistel ist durch den andauernden Kontakt zum Stuhl stark infiziert und das umliegende Gewebe entzndet. Das hat negative Auswirkungen auf die Wundheilung nach der Operation. Die Scheide und der Enddarm haben millimeterdnne Wnde und liegen dicht aneinander. Das lokale Gewebe reicht also fr einen sicheren mehrreihigen Fistelverschluss nicht aus. OP-Verfahren, die hier zum Einsatz kommen, sind mit einer aufwendigen breitflchigen Freilegung der Schicht zwischen beiden Organen verbunden. Falls ein Gewebeersatz (z. B. ein Muskel am Bein) genommen wird, wird das Ausma der Operation noch grer. Das Anlegen eines Stomas (knstlichen Darmausganges) wird oft erforderlich, um den Kontakt von OP-Wunden zum Stuhl auszuschlieen.

Was ist FAPP-Methode (Fistula Ablative Plastic Procedure)?

Die minimal invasive FAPP-Methode wird von uns seit 2009 bei unterschiedlichen Fistelarten angewandt. Der Eingriff erfolgt in Narkose. Bei rektovaginalen Fisteln wird die erste Etappe der OP aus der Scheide durchgefhrt. Mit einem speziellen Gert wird ein millimeterdnner Gewebezylinder um den Fistelkanal ausgeschnitten, dann in den Darm invertiert. Die kleine vaginale Wunde wird plastisch verschlossen. Nun wird die Fistel auch aus dem Darm vernht, wobei der invertierte Zylinder als zustzliches plastisches Material zum Verschluss verwendet wird. Bei einigen Patientinnen wird eine ca. 2,5 mm dnne weiche Silikondrainage fr drei bis vier Tage in die Wunde gelegt. In den ersten Tagen nach der Operation wird eine spezielle ballaststofffreie Ernhrung verabreicht.

Welche Vorteile hat die FAPP-Methode?

  • Der Eingriff erfolgt durch eine kleine Wunde und bringt postoperativ keine Schmerzen
  • Die Wundbehandlung nach der Entlassung ist einfach
  • Eine Verletzung des Schliemuskels ist ausgeschlossen
  • Das Anlegen eines knstlichen Darmausgangs ist in den meisten Fllen nicht erforderlich
  • Operation ist mit einer sehr kurzen Arbeitsunfhigkeit verbunden

Bleiben die Patientinnen auch nach der Operation in Kontakt mit dem Chirurgen?

Alle Patienten melden sich noch am Entlassungstag, sobald sie wieder zu Hause sind, danach in ca. dreitgigen Abstnden bis zur endgltigen Genesung. Der Verlauf wird also vom operierenden Chirurgen stndig kontrolliert.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Operation kann in den meisten Fllen in einem ambulanten OP-Zentrum, ohne Krankenhausaufenthalt durchgefhrt werden. Die Gesamtkosten fr Operation, Narkose, Nachtbetreuung liegen hier bei 1200 Euro. Die Operation in der Klinik ist mit Kosten von ca. 2400 Euro verbunden.

Private Kassen bernehmen normalerweise smtliche Kosten - sowohl bei einer ambulanten als auch bei einer stationren Ausfhrung. Von gesetzlich Versicherten mssen die Behandlungskosten leider privat getragen werden.